Die Preisverleihung



am 1.12.2011 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin



Jurorensprecher und Laudator Felix Huby:
Die Jury ist dann, nach beherzter und auch kontroverser Diskussion, zu folgendem Ergebnis gekommen. Keines der eingereichten Stücke war schon so weit, dass man es hätte vom Blatt weg inszenieren können. Zum Glück hatten wir ja zwei sehr erfahrene Theaterleiter mit in unserer Jury. Bei zwei Stücken allerdings waren wir alle der Meinung, dass man sie zur Bühnenreife entwickeln kann. Und so haben wir beschlossen, keinen ersten Preis zu vergeben. Und da die beiden übrig gebliebenen Arbeiten von uns jeweils gleich viele Stimmen bekamen, haben wir uns entschlossen zwei gleichberechtigte zweite Preise zu vergeben, anstatt eines 2. und 3. Preises.

Die Jury hofft und ist sich eigentlich ziemlich sicher, dass sich bei einer zweiten Bewertung, wenn die Stücke weiter entwickelt sind, ein Werk herauskristallisiert, das dann zur Aufführung kommt.



Das erste zu prämierende Stück ist: „Die Dame mit dem Pfauenhut“.
Luca Tobias heißt eigentlich Tobias Vögele, lebt in Berlin und im Konflikt mit seinem Vater, der vor über dreißig Jahren von Lucas Mutter verlassen worden ist und sich daher fortan nur noch dem schwäbischen Nationalsport widmete, dem Schaffen. Luca Tobias Vögele soll nun selber Vater werden, gleichzeitig steht er vor dem großen Durchbruch als Schauspieler – glaubt er wenigstens. Doch jetzt holt überraschend die Vergangenheit Vater und Sohn Vögele ein, und zwar in der Person der einst verschwundenen Ehefrau und Mutter. Die heftigen Verwicklungen sind damit vorprogrammiert“.
Christiane Keppler und Albrecht Metzger erhalten den Preis, weil es ihnen gelungen ist, nicht nur die komplizierten Familienkonflikte spannend und amüsant darzustellen, sondern auch die besondere Situation, in die so mancher Schwabe kommen kann, wenn es ihn in die multikulturelle Gesellschaft Berlins verschlägt...



Den zweiten Preis, also den zweiten zweiten, der natürlich auch der erste zweite Preis ist, verleiht die Jury dem Autorenteam Ulrike und Hans Münch für das Stück „Schwabenhatz“. In einem satirischen, teils bitterbösen und dann auch wieder charmanten Bilderbogen erzählen die beiden Autoren, wie es Schwaben, die zum Beispiel von dr Alb ra kommen, in Berlin ergehen kann. Und wir gehen wohl nicht fehl in der Annahme, dass sie dabei manches zurückgeben, was sie am eigenen Leib erfahren mussten.

Die Preisträger nehmen einen Scheck im Wert von Euro 2.500,-- (überreicht von Petra Wöllmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband) entgegen sowie die eigens geschaffene Trophäe aus Bronze, die Initiator Achim E. Ruppel überreicht.

Günter Barton als "Albert" sowie als "Frieder", Franziska Traub als "Anne" und "Sie", Sebastian Hölz als "Luca" und Yasemin Licata als "Fatima", Achim E. Ruppel als "Er" stellen die prämierten Stücke in szenischer Lesung in Auszügen vor.
Die Damen von BrassAppeal begleiten Tina Jasiek als Nummerngirl...