"Nur für Herumhänger" die schönsten deutschen Schwänz- und Freistunden-Cafés aller Zeiten

und fand am 10.04.2008 das Wiesental in Albstadt-Ebingen.

"Ich war während meiner gesamten Oberstufenzeit in jeder Englischstunde im Wiesental. Dort tranken wir Weizenbier und spielten Skat. Alle paar Wochen kam unser Englischlehrer, ein Ami namens Bernard Duckworth, zu Beginn der Stunde ins Wiesental, machte die Tür auf, sah uns an den Tischen sitzen und rief: "Kommt rüber, Jungs, wir schreiben doch heute eine Klassenarbeit." - "Ach ja", riefen wir, "das hatten wir vergessen." Schnell wurde bezahlt, und dann ging's rüber in die Klassenarbeit, gemeinsam mit dem Lehrer. In der nächsten Stunde saßen wir dann wieder im Wiesental … solange, bis die nächste Arbeit anstand".

http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/-bbd706fde7/?src=SE&cHash=f6b3e126b9

Dazu muß man sagen, daß das "Wiesental" eine Drei-Generationen-Kneipe war. Da saß die alte Frau Remlinger und paßte auf, daß die Ripple mit Kraut, die Leberspätzle oder saura Kuttla gut geraten waren, während Sohn und Schwiegertochter Küche und Tresen managten und die Enkel den Service besorgten. Und in drei Generationen fand man auch die Gäste, ganze Familien zum Einkehren am Sonntag nach der obligatorischen Wanderung oder wir vom Gymnasium Ebingen Freitags abends aufs Bier im Nebenzimmer, während unsere Großväter im Gastraum beim Stammtisch und Würfeln waren..."Opa, hosch mr no a bissle Geld, i dät gern no a Bier trinka." "Oh Kerle, no komm her, Durscht ischt schlimmer als Hoimweh..."

...und irgendwann kam die Frage auf, was wohl der schönste Tod sein würde. Der Bitzer aus Tailfingen sagte dazu: "I könnt mir koin schönre Tod vorstelle, als an Blutsturz im Wiesatal..."