Oettinger jetzt mit Wowereit in einem Boot

Der MiPrä BaWüs ist erwischt worden: auf der Seebühne in Bregenz soll er während der Fußball-EM aus einem getragenen schwarzen Herrenschuh - so berichtet Der Tagesspiegel am 08.07.08 - Bier getrunken haben. Die CDU-Granden rollen die Augen, und die SPD-Oberen werfen dem Ministerpräsidenten vor, ein Spaßvogel zu sein. Allerdings, so SPD Fraktionschef Claus Schmiedel "läßt er künftig solchen Quatsch bleiben, oder er muß das Amt abgeben."

Jetzt haben wir den Salat!

Der Hetero-Oettinger trinkt aus einem Herrenschuh, wie zuvor der schwule Wowereit aus einem Damenschuh. Der eine Bier, der andere Sekt. Beide Schuhe waren getragen, jedoch entsprachen den jeweiligen Parteifarben: beim Oettinger in CDU-Schwarz, bei Wowereit in SPD-Rot. Beide Trunkenbolde sind Länderchefs, beiden wird/wurde Spaßvogelei vorgeworfen. In Berlin ereiferte sich die CDU, in Schtuagart jetzt die SPD. Beide Ereiferer-Parteien sehen ausschließlich (nur noch) die Verdienste um die Trunkenheit, nicht jedoch die der sonstigen Regierungstätigkeit. In beiden Fällen wird eines fatalen Schluckes wegen die Qualifikation als Regierungschef in Frage gestellt.

Was lernen wir daraus?

Regierungsfehler sind peanuts, aber Trinkfehler werden verfolgt. Also sind wir doch kein Volk von Trinkern, auch wenn unsere Jugend beim Flatrate-Saufen mächtig trainiert und den ein oder anderen Koma- und auch schon Todesfall nachweisen kann. Hier von unseren Politikern ein Aufschrei gegen spontanes Trinken, dort die Resignation vor dem Leistungstrunk. Alkohol und Schuhe sollen dem deutschen Volke vorerst nicht verboten werden.

Darauf nehmen wir einen Trollinger!