Jurysitzung am 24.10.2011

 

Wir danken ganz herzlich unserem Sponsor und Gastgeber für die erfolgreiche Tagung und die großzügige Einladung an den unübertrefflichen "Verbotenen Tisch!"

„Die Jury hat am 24.10.2011 getagt und beschlossen, den ersten Preis
nicht und anstelle eines zweiten und dritten Preises zwei gleichberechtigte Preise zu vergeben. Das schließlich im kommenden Jahr aufzuführende Stück wird zum späteren Zeitpunkt aus den etwaig zu erfolgenden Überarbeitungen der beiden prämierten Stücke zu ermitteln sein. Darüber wird die Jury baldmöglichst erneut entscheiden.“

Berlin, den 25.10.2011

Jens-Peter Behrend, Heinz Dürr, Susanne Heydenreich, Felix Huby, Hans-Peter Schütz
Die Preisträger sind: siehe Preisverleihung am 1.12.2011
in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin


Ulrike Münch & Hans Münch
Schwabenhatz________________
. . Christiane Keppler & Albrecht Metzger
Die Dame mit dem Pfauenhut




Welten prallen aufeinander, wenn Berlin auf Schwaben trifft – oder Schwaben auf Berliner. Was zunächst wie ein Völkerverständigungs-Supergau wirkt – vor allem, wenn der Schwabe den Mund aufmacht - wird zum kreativen Urknall, wenn beide Parteien sich aufeinander einlassen. Wobei die berechtigte Frage auftaucht: Gibt es den Urberliner überhaupt noch? Oder besteht Berlin mittlerweile fast nur noch aus Einwanderern, die aus aller Herren Länder kommen? Wenn unsere These stimmt, dass schon Eva eine Schwäbin war, dann wären alle „Schwaben-raus“-Rufe Abstammungsmäßiges Harakiri!
Berlin braucht Schwaben – so viel steht fest – sonst versinkt es im Chaos. Und die Schwaben brauchen Berlin, um ihren Horizont zu öffnen - und um ihre Neugierde zu stillen.
Unsere Studie in 12 Bildern über die Seele des Schwaben an sich – und die Schwäbin insbesondere – ist zu einer augenzwinkernden Liebeserklärung geraten: „Mir send mir… - und so verkehrt send mir am Ende gar et!“







Luca Tobias heißt eigentlich Tobias Vögele und lebt in Berlin. Er ist im Stress, denn der vielbeschäftigte Schauspieler soll kurzfristig den Ferdinand in Schillers „Kabale und Liebe“ übernehmen. Die Premiere wird bereits in wenigen Tagen stattfinden – unglücklicherweise am gleichen Tag, an dem seine Freundin Fatima zur Niederkunft ihres gemeinsamen Kindes in der Klinik angemeldet ist. Fatima ist jetzt schon empört und enttäuscht. Zu allem Unglück steht auch noch plötzlich Lucas Vater vor der Tür. Frieder Vögele gehört eine mittelständische Spedition in Schlierbach/ BW und ist mit seiner Firma in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Er kam nach Berlin, um in einem letzten Versuch seine Firma zu retten. Aber er hat noch anderes zu erledigen. Vor über dreißig Jahren hat ihn Lucas Mutter – die Amerikanerin Susan - verlassen um mit ihrem spirituellen Meister nach Indien zu gehen. Frieder hat diesen Schicksalsschlag nie verwunden. Er legte seine Gefühle auf Eis und widmete sich fortan dem schwäbischen Nationalsport, dem Schaffen. Als nun Susan, in-zwischen eine erfolgreiche Geschäftsfrau aus der Filmbranche, ebenfalls in Berlin auftaucht, um nach 30 Jahren endlich den Kontakt zu ihrem Sohn aufzunehmen, sind die Verwicklungen vorprogrammiert.